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Für ein bisschen mehr Sachlichkeit: Die Wolfsstatistik 2024/2025 - Fakten!

02.​02.​2026

Die Debatte um den Wolf sollte sachlicher und ehrlicher geführt werden. An erster Stelle sollten mal die Akzeptanz (die fehlt ja bei vielen) vorhanden sein, dass der Wolf zurück kommen darf. Dies wurde bereits seit langem auf EU- und Staatsebene entschieden. Warum nur? Das hängt mit dem großem Ziel "Re-wilding der Ökosysteme in Europa" - also die Wiederherstellung der Ökosysteme, zuammen. Wir wollen unsere Ökosysteme resilienter gegenüber den Auswirkungen des Klimawandels machen. Tatsächlich versuchen ja immer noch manche sich dem Klimawandel entgegenzustellen und aus den "fossilen Energien" auszusteigen - andere "befeuern" diese Naturkatastrophe noch indem sie wieder auf Öl und Gas setzen - einfach verrückt!

 

Bei der Wiederherstellung der Ökosystem ist der Wolf eine Schlüsselart. Fluchttiere wie Reh- und Rotwild verhalten sich ganz anders wenn der Wolf vorhanden ist. Dies kommt der Verjüngung des Waldes zu gute. Jetzt könnte man sagen, das macht doch schon die Jägerschaft, ABER die Jäger sind natürlich an einen hohen Bestand an Wild interessiert, das liegt ja in der Natur der Sache. Der Wolf hat solche ökonomischen Interessen nicht, er reguliert Bestände rein natürlich.

 

Jetzt wurde der Wolf ins Jagdrecht aufgenommen, was das genau bedeutet, kann ich nicht sagen, da der Wolf immer noch ein gefährdetes Tier ist und nicht seinen optimalen Erhaltungszustand erreicht hat. WIR in Baden Württemberg haben, sage und schreibe 4! Wölfe und noch kein Rudel. Aber die Hexenjagd hat bereits begonnen. Abschüsse sind schon geplant. Insgesamt stagnieren aber die Wolfszahlen in der BRD. Auch ist es ja so, wenn ein Rudel ein Gebiet belegt hat, duldet es normalerweise keine anderen Wölfe im Gebiet, sodass eine ungehemmte Vermehrung nicht stattfinden kann. Wenn man einen Wolf im Rudel erlegt, muss sich die Rudelstruktur neu bilden, die natürliche Reaktion ist eine Einwanderung von weiteren Rüden, was auch zu Problemen führt. Natürlich ist ein Zusammenleben mit dem Wolf nicht einfach. Das Bewusstsein, das da ein wildes Tier im Wald ist, lässt den Respekt und die Achtung vor der Natur steigen, dass habe ich bei meinen Besuchen in kanadischen Nationalparks selbst erfahren dürfen (Sichtung von 3 Wölfen 20m von mir entfernt). Natürlich muss man die Schutzmaßnahmen für die Weidetiere ernst nehmen, ansonsten wird man Probleme bekommen. Wie der Einfluss auf die offene Landschaft sein wird, ist auch zu diskutieren und zu bewerten. Also, es ist mit einem Abschluss alleine NIE getan.

Wer es detaillierter wissen möchte: Landtag von Baden-Württemberg Drucksache 17 / 6109:

Mit allmählich gestiegener Zahl an im Land lebenden Wölfen stieg in den letzten Jahren auch die Zahl der Nutztierrisse, die nicht zuletzt aufgrund der genetischen Untersuchungen (ob es sich um einen Wolfsriss handelte) und der Entschädigungszahlung an die Nutztierhalter leicht ermittelbar ist. Zugleich sind viele der untersuchten Risse jedoch nicht auf einen Wolf zurückzuführen, was fast zwangsläufig bedeutet, dass es sich um Risse wildernder Hunde gehandelt haben muss. Zudem berichten nahezu alle Jägerinnen und Jäger sowie Försterinnen und Förster von immer wieder vorkommenden Rissen oder auch Verletzungen von Wildtieren durch wildernde Hunde. Angaben und Veröffentlichungen aus anderen Bundesländern belegen, dass meist mehr Nutztiere, insbesondere Schafe, durch wildernde Hunde als durch Wölfe gerissen werden. Der Antrag möchte daher diese Zahlen beleuchten, soweit sie bekannt sind oder abgeschätzt werden können, bitte dann im Internet aufrufen.

Von 2017 bis 2023 wurden im Wolfsmonitoring 415 Fälle toter Nutztiere mit Wolfsrissverdacht aus Baden-Württemberg gemeldet/registriert. In 13,7 % dieser Fälle wurde ein Wolf als Verursacher identifiziert. In 7,5 % der Fälle war ein Hund nachweislich verantwortlich. In 68 % der Fälle war die Todesursache nicht sicher zu klären und es gab keine Hinweise auf den Wolf.

 

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