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Ein ARTENRETTER-Garten für alle!

26.​12.​2024

Zu Weihnachten habe ich mir ein Buch gewünscht: "Mein ARTENRETTERGARTEN" von Anja Eder. Sie ist Naturfotografin, Designerin und Autorin und hat seit 2014 ihren Garten zu einem naturnahen Garten umgestaltet. Seitdem hat sie die Arten, die in ihren Garten vorkommen dokumentiert und ihre Schönheit in Szene gesetzt. Ähnlich wie ich es mit meinem 1000-Arten Projekt mache. Allerdings ist ihr Garten in Wuppertal nur 180m2 klein. Was mich auch interessiert hat, wie sie die "Fülle des Lebens" in unseren Gärten aufbereitet und in ihrem Buch dargestellt hat. Dieses Buch hat gezeigt, wie jeder im Kleinen etwas gegen das Artensterben im Hausgarten machen kann!

 

Ich selbst habe in den letzten 1,5 Jahren ein ähnliches Projekt am laufen. Das größte Problem dabei ist die fehlende Artenkenntnis bei den Insekten. Als Hilfe hierfür habe ich mir die iNaturalist-App ausgesucht. Man bekommt sehr gute Bestimmungs-Vorschläge, die man aber selbst noch verifizieren muss, dies geschieht mit einem Link zu Wikipedia und entsprechender Fachliteratur. Das tolle an dieser App ist, dass sie funktioniert und sehr gute Vorschläge zu den hochgeladenen Fotos macht. Darüber hinaus ist sie eine der wenigen Apps, die ein Expertennetzwerk im Hintergrund hat, die die Bestimmungen verifizieren können und somit erlangt eine einfache Beobachtung "Forschungsqualität" - das ist Citizen Science der besten Art. Außerdem bekommt man viel Erfahrung. Meine Bestimmungen stimmen bereits zu 95%!

Einer der größten Insektenfamilien sind die Schmetterlinge. In Deutschland sind insgesamt 3621 Arten beschrieben (Quelle: Bernhard Kleine, 700 Falterarten im Hochschwarzwald, 3. ergänzte Auflage, 2024). Davon gehören nur 187 zu den Tag- und 1131 zu den Nachtfaltern; 2/3 der Arten sind Kleinschmetterlinge. Allerdings sind die bisher gefundenen Kleinschmetterlinge mit 206 Arten recht überschaubar. 

Ich habe neben den wenigen Tagschmetterlinge angefangen zu "Leuchten", d.h. ich habe einfach das Licht auf der Terrasse angelassen und geschaut was an Nacht- und Kleinschmetterlinge kommt. Dann habe ich Fotos von allem gemacht, was da kreucht und fleucht. Dazu benötigt man eine Genehmigung - die ich auch habe.

Jetzt Ende des Jahres bin ich richtig stolz auf 211 Schmetterlings-Arten, die ich bereits bei mir im Garten in kurzer Zeit dokumentieren konnte. Und was mich am meisten überrascht hat? - die Schönheit der Tiere, die mich immer wieder in den Bann schlägt. In ihr erkennt man Gottes Schöpfung...

Jeder kann also persönlich etwas gegen das Artensterben tun und seinen Garten "naturnäher" gestalten. Und damit man weiß was man in Kürze (ohne viele Bücher lesen zu müssen) dafür tun kann habe ich den Sonderdruck der Akademie für Natur- und Umweltschutz Baden Württemberg unten angehängt: Mehr Natur rund ums Haus, Bunte Oasen statt Steinwüsten, Lebensraum für Schmetterlinge, Wildbienen und andere Tiere.

 

Bild zur Meldung: Mein ARTENRETTERGARTEN von Anja Eder